Wie erleben Jugendliche ihren Heimatort?

Plaue, ein idyl­li­sches, ruhi­ges Fleck­chen. Vie­le Ein­woh­ner füh­len sich wohl in der Fischer­stadt. Aber wie sieht das die Jugend? Die ange­hen­den Erwach­se­nen sind wahr­schein­lich nicht so dar­an inter­es­siert einen Spa­zier­gang durch den Schloss­park zu machen, bei schö­nem Wet­ter mit dem Boot über den Wend­see zu fah­ren oder eine Fahr­rad­tour zu star­ten. Über Natur ver­fü­gen Plaue und Kirch­mö­ser reich­lich, ergab eine Umfra­ge bei ca.100 Schü­lern aus die­ser Regi­on an den Ober­schu­len und Gym­na­si­en in Bran­den­burg an der Havel, dar­an man­gelt es nicht. Was fehlt, sind Frei­zeit­an­ge­bo­te für Jugend­li­che zwi­schen 12 und 18 Jah­ren. Die Umfra­ge ergab außer­dem, dass sich ein Groß­teil von ihnen mehr alters­ge­rech­te Ange­bo­te wün­schen. Ein paar neu­en Spiel­plät­ze für die Jün­ge­ren, eine Half­pipe für die BMX-Begeis­ter­ten, mehr Sport­ar­ten und einen Jugend­club zum Aus­ru­hen, zum Freun­de tref­fen und vie­les wei­te­re. Ob ein paar Ideen umge­setzt wer­den, steht noch in den Ster­nen, aber das Ziel besteht dar­in, Plaue und Kirch­mö­ser für die jün­ge­re Genera­ti­on inter­es­san­ter zu gestalten.

Damit auch in den fol­gen­den Jah­ren vie­le in Plaue und Kirch­mö­ser blei­ben und nicht wegen Lan­ge­wei­le gar weg­zie­hen wol­len, muss etwas pas­sie­ren. Das sieht zum Bei­spiel der Unab­hän­gi­ge Bür­ger­ver­ein Plaue e.V. eben­so und will sich die­ser Auf­ga­be stel­len. Es sind Ideen immer will­kom­men, um die bei­den Orte zu ver­schö­nern. Vor allem ist es bes­ser, wenn sich die Teens an für sie vor­ge­se­he­ne Plät­ze mit ihren Freun­den tref­fen, als an einer Bus­hal­te­stel­le und die­se ver­schmut­zen oder anders­wo her­um­lun­gern. Die bereits bestehen­den Ver­ei­ne in Plaue und Kirch­mö­ser sind bekannt, bie­ten aber zu wenig Trend­sport­ar­ten. Trotz man­geln­der Frei­zeit­an­ge­bo­te füh­len sich die Teens in ihrem Hei­mat­ort wohl und wol­len nicht groß­ar­tig meckern. Sie suchen sich ihre Beschäf­ti­gun­gen, indem sie sich im Schloss­park am Ton­tau­ben­schieß­stand tref­fen oder an der Hal­te­stel­len „Schul­stra­ße“ ihre Freun­de sehen. Es gibt noch vie­le wei­te­re Orte wo sich häu­fi­ger die Jugend­li­chen auf­hal­ten. Im Som­mer gehen auch vie­le von ihnen an die Strän­de, um sich abzu­küh­len oder im Schat­ten zu chil­len. Fazit: Auch, wenn sich vie­le mehr Frei­zeit­an­ge­bo­te wün­schen, krie­gen die Teens es hin, mit ihren Freun­den in Plaue und Kirch­mö­ser Spaß zu haben und etwas zu erleben.

Schü­ler­re­por­te­rin Wieb­ke Fer­sing , BOS Kirchmöser

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